Neues vom Vitamin D Teil 2 Im 1. Teil dieser Serie www.natur-heil-verfahren.de/vitamin-d/ berichtete ich von neuen Studien zum Vitamin D. Dabei erläuterte ich, dass bei vielen ganz unterschiedlichen Krankheiten Vitamin D in optimaler Versorgung – und eine solche genießen nur wenige Menschen in Deutschland – seine prophylaktische und therapeutische Wirkung entfalten kann. Vitamin D vermag weit mehr als nur den Knochen zu schützen, es unterstützt auch das Herz, das Immunsystem und die Psyche.
Die Evolution der menschlichen Hautfarbe Hier möchte ich Ihnen nun einige „politische“ Aspekte des Vitamin D nennen. Haben Sie gewusst, dass die Entwicklung der unterschiedlichen Hautfarben von Menschen in unterschiedlichen Regionen auf unserem Planeten einzig und allein auf Vitamin D bzw. dessen Mangel zurückzuführen sind? Der Mensch hat seine Wiege in Afrika. Als unsere Vorfahren ihr Fell verloren, war es ein Selektionsvorteil, eine pigmentreiche Haut zu besitzen, um vor der gefährlichen UV-Strahlung zu schützen. Darum haben Afrikaner eine dunkle Hautfarbe, die umso dunkler ist, je näher sie am Äquator leben. Als Menschen dann vor vielen Generationen den afrikanischen Kontinent verließen, war es nicht mehr so vorteilhaft, die Haut vor UV-Strahlung zu schützen. Die UV-Strahlen sind nämlich janusköpfig: Einerseits schädigen die energiereichen Strahlen die Zellen, können sogar zu DNA-Änderungen im Zellkern und damit zu Krebs führen, andererseits kann ohne UV auch kein Vitamin D in der Haut gebildet werden. Je weiter unsere Vorfahren nach Norden kamen, umso unvorteilhafter erwies sich eine dunkle Hautfarbe. Vor etwa 36.000 Jahren wanderte der Cro-Magnon-Mensch (unser direkter Vorfahre) aus Afrika über den Nahen Osten nach Mitteleuropa ein. Nebenbei: alle Deutschen haben also einen Migrationshintergrund – ein Aspekt, den ich bisher in der Sarrazin-Diskussion völlig vermisst habe. Damals war Europa auch schon bevölkert, und zwar von den Neandertalern, die dann wenig später ausgestorben sind. Wir dürfen davon ausgehen, dass der Cro-Magnon wesentlich dunkelhäutiger war, als es in Filmen häufig dargestellt wird. Erst im Lauf von vielen Generationen kam der Selektionsvorteil heller Haut in nördlichen Breiten zum Tragen und führte dazu, dass Zentralafrikaner schwarz blieben, Nordafrikaner schon ein wesentlich helleres Braun aufwiesen, Südeuropäer helle Haut mit einem dunklen Teint bekamen, wir Mitteleuropäer die für die „weiße Rasse“ typische Haut erhielten und Nordeuropäer sehr hellhäutig wurden. Die große Lichtempfindlichkeit der nordisch-keltischen Typen mit ihrer blassen Haut und den blonden oder roten Haaren hat also nicht nur Nachteile, sondern bei Lichte besehen (im wahrsten Sinne des Wortes) den Vorteil einer besseren Vitamin D-Bildung bei wenig Sonnenschein. Wir sehen also, dass die unterschiedlichen Hautfarben verschiedener Bevölkerungsgruppen, die für so viele kulturelle und politische Verwerfungen gesorgt hat, allein dem Vitamin D geschuldet ist. Vielleicht wären den Völkern viele Auseinandersetzungen erspart geblieben, wenn die menschlichen Unterschiede vor diesem physiologischen Hintergrund gesehen worden wären. Aber wir nennen uns ja nicht mehr Cro-Magnon, sondern Homo sapiens, was die Hoffnung beinhaltet, dass wir so weise geworden und deswegen keine Kriege mehr zu führen bereit sind. Wenn ich mir die Gründe für die aktuellen Kriege (z. B. Irak, Afghanistan)anschaue, beginne ich allerdings an der menschlichen Weisheit zu zweifeln. Weg mit der Verschleierung! Ich bleibe politisch und oute mich als entschiedener Gegner der Verschleierung muslimischer Frauen. Mein Motiv ist dabei keineswegs von politischer, kultureller oder religiöser Intoleranz geprägt, sondern hat rein medizinische Gründe. Auch wir hellhäutigen haben in den letzten zweihundert Jahren seit Beginn der industriellen Revolution immer mehr Probleme mit einer ausreichenden Vitamin D-Versorgung bekommen. Wie haben wir früher gelebt? Nahezu die gesamte Bevölkerung verbrachte den größten Teil des Tages im Freien und bildete genügend Vitamin D. Seit wenigen Generationen verbringen wir die meiste Zeit in geschlossenen Räumen. Wenige Ausnahmen wie Landwirte, Straßenbauarbeiter, Gärtner oder Profi-Marathonläufer bestätigen die Regel. Misst man solchen Menschen den Vitamin D-Spiegel, so findet man Werte im optimalen Bereich, was sonst nur direkt nach einem Tropenurlaub oder bei täglichem Fischkonsum zu beobachten ist. Daraus folgt, dass ein großer Teil unserer Bevölkerung im Mangel ist. Nicht wenige sind aber im echten Mangel. Und nur die allerwenigsten weisen wirklich optimale Werte auf. Einige Risikofaktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit für einen Mangel oder zumindest für suboptimale Werte deutlich: ►Alter: In höherem Lebensalter nimmt die Fähigkeit der Haut deutlich ab, Vitamin D zu bilden. Dazu kommt noch, dass gerade ältere Menschen sich dunkel kleiden und den größten Teil des Körpers bedecken. Bei körperlicher Gebrechlichkeit oder wenn gar Pflegebedürftigkeit vorliegt, kommen ältere Menschen nur selten ins Freie. Die Resorptionsfähigkeit des Darmes für Fett nimmt ebenfalls ab, so dass Vitamin D – wenn es überhaupt mit der Nahrung verzehrt wird – weniger gut aufgenommen werden kann. ►Bekleidung: Wer sich dunkel und mit lichtundurchlässigen Textilien (z. B. Gothic) bekleidet, hat Probleme mit der Vitamin D-Bildung. Zeigen Sie also Haut! Lassen Sie sich von Sonnenstrahlen küssen! ►Meiden von Sonne: Manche Menschen müssen wegen Sonnenempfindlichkeit, dem Vorliegen mancher Krankheiten oder der Einnahme bestimmter Medikamente die Sonne meiden. Dann sollte eine großzügige Vitamin D-Zufuhr über die Nahrung oder ggf. auch über Tabletten erwogen werden. ►Sunblocker: In der letzten Zeit ist – wie bei der Schweinegrippe – geradezu eine Panik vor der Sonne ausgelöst wurden wegen der geschürten Angst vor Hautkrebs. Damit wir uns nicht falsch verstehen: UV-Strahlen können Hautkrebs und andere Zellschäden induzieren – darum sind die Menschen ja dunkelhäutiger, je weiter südlich sie leben, und darum bilden auch wir „Bleichgesichter“ im Sommer mehr oder weniger viele Hautpigmente. Ich behaupte nur allen Ernstes: Durch die „Sonnenhysterie“ der letzten Jahre wurden vermutlich einige hundert Hautkrebse verhindert – aber vielleicht mehrere Tausend Dickdarm-, Brust- und andere Krebse durch Vitamin D-Mangel erzeugt. Heute wird kaum ein Kind mehr ab Mai auf die Straße gelassen, wenn es nicht vorher in Sunblocker der Stärke 50 gebadet wurde. Also: meiden Sie übermäßige Sonnenbestrahlung (alles, was einen Sonnenbrand verursacht, war definitiv zuviel!). Gestatten Sie sich aber so viel Sonne wie möglich und nehmen Sie so viel Sonnenschutz wie nötig! Wenn wir im Sommer nur wenige Minuten in der Sonne sind, müssen wir uns nicht eincremen. Je nach individueller Empfindlichkeit ist ein Schutz vor oder bei beginnender Sonnenbestrahlung mit einem unserem individuellen Hauttyp entsprechenden Sonnenschutz ausreichend. ►Vegane Ernährung: Vitamin D befindet sich in Lebensmitteln tierischer Herkunft (Ausnahme: in Pilzen in geringer Menge). Bei Veganern – wenn sie sich nicht sehr häufig in der Sonne aufhalten – habe ich daher neben einem obligaten Vitamin B12- auch häufig einen Vitamin D-Mangel gefunden. ►Menschen aus südlichen Ländern mit dunklem Teint oder schwarzer Hautfarbe: Je dunkler die Hautfarbe ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit eines Vitamin D-Mangels. Wenn dann auch noch große Teile der Haut bedeckt werden, ist der Mangel vorprogrammiert. Am schlimmsten haben es muslimische Frauen mit Totalverschleierung getroffen. Während in den südlichen Ländern selbst mit dieser Bekleidung immer noch genügend Sonnenstrahlen eingefangen werden, haben solche Frauen hierzulande sicher einen Mangel, wenn sie mehrere Jahre hier gelebt haben. Bei Kopftuchträgerinnen ist es nicht ganz, aber fast genauso schlimm, da diese ja selten Minirock oder schulterfreie Kleider tragen. Ein solcher Bekleidungszwang richtet in den Ländern, wo er erfunden wurde, keinen Schaden an (zumindest keinen gesundheitlichen). In unseren Breiten stellt diese Bekleidungsvorschrift hingegen geradezu eine Körperverletzung dar! Ich kenne zwar keine Statistiken hierzu, bin aber sicher, dass bei Immigrantinnen südlicher Herkunft mit Verschleierung hohe Raten an Osteoporose, Autoimmunerkrankungen und Brustkrebs zu finden sind. Politik und Krankenkassen sollten darauf dringen, dass vor solch gesundheitsschädigendem Verhalten ebenso gewarnt wird wie vor dem Rauchen oder der Sonnenbank.
Sonnenbank – nutzlos, aber schädlich Bei der Sonnenbank hat die Politik aufgrund der Warnungen von Dermatologen immerhin reagiert und zumindest ein Verbot für Kinder und Jugendliche veranlasst. Zwar werden seit einigen Jahren UV-B-Strahlen zum großen Teil herausgefiltert, die mindestens ebenso Krebs erzeugenden UV-A-Strahlen sind aber nach wie vor enthalten. Diese sorgen zwar für eine Bräunung der Haut, genauso aber für deren vorzeitige Alterung. Es wird immer wieder behauptet, dass die Sonnenbank vor Osteoporose schützt, was sich aber als haltlose Werbeaussage erweist, da gerade die Strahlen, die für die Bildung von Vitamin D wichtig sind, herausgefiltert werden. Im Gegenteil: Die durch die Sonnenbank erzeugte dunklere Haut sorgt sogar noch für eine verminderte Vitamin D-Bildung durch die natürliche Strahlung. Die Sonnenbank mindert also nicht, sondern erhöht das Risiko für Osteoporose.
Die Sonnenbank bewirkt also Folgendes:
►Hautbräunung Die Sonnenbank nützt also niemandem (außer der Industrie und den Betreibern) und schadet vielen. Wenn ein Nahrungsmittel ähnlich krebserregend wäre wie die Sonnenbank, wäre dieses Nahrungsmittel längst verboten worden. Da die Sonnenbank bis jetzt nicht verboten wurde, sollte über die Risiken gut aufgeklärt werden. Auch Ärzte (nicht nur Hautärzte) sollten noch mehr vor den Risiken der Sonnenbank warnen. Keine Angst vor Vitamin D! In den letzten Jahren höre ich immer wieder Warnungen vor dem „gefährlichen“ Vitamin D, welches überdosiert werden kann. Ich habe noch nie eine Überdosierung gesehen, aber viele Mangelzustände und noch mehr suboptimale Werte – und im Gegensatz zu den Vitamin D-Warnern führe ich sehr häufig Messungen durch. Von Oktober bis April wird in der Haut kein Vitamin D gebildet, selbst wenn die Sonne einmal scheinen sollte. Risikopatienten sollten also im Winter großzügig Fisch essen oder Vitamin D-Präparate einnehmen, z. B.: ►Vitamin D Hevert 1-2 Tbl. tgl. (= 1000-2000 IE) ►Vigantol Oel 2-4 Tropfen tgl. (=1000-2000 IE) ►Dekristol 20.000 Weichkps. 1 Kps. alle 3 Wochen (= knapp 1000 IE tgl.) Im Zweifel bestehen Sie auf eine Überprüfung des Vitamin D-Spiegels. Beachten Sie dabei, dass die Normalwerte des Labors nicht unbedingt die Optimalwerte sind:
Lassen Sie bitte drei Monate nach Beginn einer Vitamineinnahme den Spiegel im Blut kontrollieren und passen Sie ggf. die Dosis an. Wenn Sie mit Ihrem Behandler darüber sprechen bedenken Sie bitte, dass Sie nach Lektüre dieser Artikel vielleicht mehr über Vitamin D wissen als dieser.
Zur
Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw.
Therapiemöglichkeiten stehe ich Ihnen im persönlichen Gespräch gerne zur
Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in der
naturkundlichen Privatambulanz. Informationen über das Therapieangebot der Inneren Abteilung:
Die
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