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HABICHTSWALDKLINIK
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Vitamin B 1 Einsatz bei Tumorpatienten sinnvoll? Vitamin B 1 ist ein wasserlösliches B-Vitamin, das für die Verbrennung von Kohlenhydraten erforderlich ist und dabei selber verbraucht wird, so dass eine regelmäßige Zufuhr erforderlich ist. Die körpereigenen Reserven halten ca. 14 Tagen. Da insbesondere Gehirnnervenzellen ihre Energie aus Kohlenhydraten beziehen sind sie auf die Thiaminzufuhr angewiesen, so dass Thiamin eine besondere Bedeutung für die Gehirn- und Nervenfunktion hat. Vitamin B 1 ist hitzeempfindlich und wird deshalb beim Kochen zerstört.
C12H18N4OS2+
2 ClBesonders thiaminreiche Mittel sind Bierhefe, Weizenkeime, Sesam- und Sonnenblumenkerne. Der tägliche Bedarf ist beim Ersetzen mit 1,1 – 1,3 mg/Tag angegeben. Seit einiger Zeit wird überlegt, ob bei Tumorpatienten ein Vitamin B1-Mangel vorliegt und ob die zusätzliche Einnahme von Vitamin B1 vor der Entwicklung vor den Tumoren bzw. ihrem Fortschreiten schützt. Bei verschiedenen Tumorerkrankungen konnte tatsächlich nachgewiesen werden, dass die Thiaminspiegel im Blut niedrig sind, wobei eine ältere Arbeit schon zeigte, dass es nicht zu einer verminderten Zufuhr der Nahrung sondern zu einer vermehrten Ausscheidung mit dem Urin kommt, so dass eine negative Bilanz vorliegt. Die Ursache hierfür ist unbekannt. In vielen Vitaminpräparaten und auch in den sogenannten Vitamin B-Komplexpräparaten ist Vitamin B1 enthalten. Patienten sollten Vitamin B1 nur dann einnehmen, wenn ein Mangel nachgewiesen wurde und dies mit dem Arzt abgesprochen worden ist. Es gibt nämlich einige Hinweise, dass Vitamin B1 auch das Wachstum von Tumorzellen fördern kann bzw. die Wirkungen von Chemotherapiemitteln wie Cyclophosphamid, Ifosfamid und anderen abschwächt. Vitamin B-Präparate werden häufig für Tumorpatienten empfohlen um die Entwicklung einer sogenannten Polyneuropathie unter der Chemotherapie, also einer Nervenschädigung mit Störungen des Tastempfindens zu verhindern. Es gibt bisher keine Beweise dafür, dass diese Therapie wirksam ist.
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