Tiermedizin Auf den Hund gekommen… Vor kurzem erhielt ich von einem renommierten Verlag eine Sonderausgabe der Zeitschrift „Kleintier konkret“ zugesandt. Ich konnte damit zunächst nicht viel anfangen, da ich gar kein Kassenarzt bin, der zusätzliche Igel-Leistungen durchführt. Auch behandle ich in der Regel eher „größere Tiere“. Ich wollte das Fachblatt für den spezialisierten Kleintierarzt daher eigentlich Klima schonend im Altpapier entsorgen, warf vorher aber noch einmal einen kurzen Blick hinein. Dabei konnte ich erkennen, wie wichtig es doch ist, hin und wieder einmal über den eigenen begrenzten Tellerrand hinaus zu schauen. Je länger ich „Kleintier konkret“ las, umso mehr durfte ich feststellen, dass Tiere eben auch nur Menschen sind (oder sollte es etwa umgekehrt sein?). Gewiss, ein großer Teil der Artikel und der Anzeigen der tierischen Pharma-Industrie beschäftigte sich mit der Therapie von Würmern und Parasiten bei den besten Freunden des Menschen. Damit haben wir in der Humanmedizin eher weniger zu tun (wenn man als Patient nicht gerade in die Fänge eines Anhängers von Hulda Clarke gerät, die bei nahezu jedem Menschen den großen Leberegel finden und behandeln, auch wenn er bei uns gar nicht vorkommt). Ein Großteil der Beiträge betraf aber allzu menschliche Probleme, die ich in dieser Form und in diesem Ausmaß in der Tiermedizin niemals vermutet hätte:
Bereits
Seite 3 widmet sich ausführlich der medikamentösen Therapie von
Prostataerkrankungen bei alten Hunden. Wenige Seiten später werden Canosan
Gelenkerli®
für unsere haarigen Freunde mit
Tiermedizin - gegen
Übergewicht und
Überhaupt
scheint
Übergewicht ein beherrschendes Thema zu sein – nicht nur bei
Da Alkoholismus unter Wasserschildkröten wohl eher die Ausnahme darstellt, muss das Anschwellen der wichtigsten Drüse des Körpers andere Ursachen haben. Und der Artikel benennt diese auch schonungslos: Zuviel Futter mit hohem Fettanteil (Wachsmotten und Mehlwürmer) und zuwenig Bewegung (Terrarium)! Wer hätte das gedacht? Die Tierbesitzer mästen nicht nur sich selbst, sondern müssen den domestizierten Hausgenossen auch noch die gleichen Krankheiten anzüchten, die sie auch bekommen. Nicht der Mensch ist also auf den Hund gekommen, sondern die Haustiere sind auf den Menschen gekommen!
Tiermedizin - naturheilkundliche Therapien Was ich
besonders bemerkenswert finde, dass wir von den Tierärzten viel für den Menschen
lernen können: also liebe
Übergewichtige – einfach weniger Mehlwürmer verspeisen
und gelegentlich mal das Terrarium verlassen! Spaß beiseite, wie bei der
Wasserschildkröte sind auch beim Menschen eine vernünftige, kalorien- und
fettreduzierte Kost bei gleichzeitiger Vermehrung der Bewegung die Hauptfaktoren
zur Vorbeugung und Behandlung von
Übergewicht. Zusätzlich werden tierärztlich
zur Behandlung der Lebererkrankungen
Und
selbst allzu menschliche Probleme sind den Haustieren mittlerweile nicht mehr
fremd: „Wenn’s nicht klappt beim Deckakt“ verspricht die Lösung. Meine
Erwartungen wurden aber jäh enttäuscht. Die Autorin belässt es bei eher banalen
psychotherapeutischen Ansätzen. So erfahren wir, dass auch die individuelle
Sympathie zwischen zwei Tieren berücksichtigt werden muss. Und im günstigsten
Fall führt allein ein Wechsel des Rüden zum Erfolg. Das kommt mir irgendwie
bekannt vor. Ist ja eigentlich logisch, aber eben auch enttäuschend, da ich mich
schon so auf die medikamentöse Hilfe gefreut habe („Jetzt auch
Und auf der letzten Umschlagseite hat „Kleintier konkret“ dann noch den Vogel abgeschossen (liebe Tierärzte, bitte nicht wörtlich nehmen!): „So entwurmt man heute“ erfahre ich da. Spannender ist aber, womit. Auch bei der Berücksichtigung der Compliance (Therapietreue) ihrer vierbeinigen Patienten scheinen die Tierärzte viel weiter als ihre „tierfachärztlichen Kollegen für den Zweibeiner“ zu sein. Die Entwurmungstabletten haben nämlich Wurstgeschmack! Tiermedizin - Ideen für bessere Compliance Liebe
Pharmafirmen, wäre das nicht ein Betätigungsfeld, um sowohl die Compliance als
auch den Umsatz zu steigern? Ich habe da auch schon sehr konkrete Vorschläge:
Lebermittel mit Biergeschmack (für Privatpatienten aus der Toscanafraktion
unserer Gesellschaft auch gern mit Chiantiaroma),
Diabetestabletten mit
Karamellgeschmack (die Konkurrenz bringt dann Glibenclamid Schwarzwälder Kirsch®
auf den Tisch, d.h. auf den Markt) und
Was ich aus der Lektüre der spannenden Zeitschrift aber im Ernst gelernt habe: auch mal andere Fachzeitschriften lesen, kann nicht nur amüsant, sondern auch recht lehrreich sein. Und: „Von Tierärzten lernen, heißt siegen lernen!“ Also: weniger fetttriefende Wachsmotten essen, ab und zu ein schmackhaftes Gelenkerli® kauen und beim Deckakt immer an die Sympathie denken! Kommen Sie nicht auf den Hund (oder besser vielleicht doch?), Ihr
Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten stehe ich Ihnen im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in der naturkundlichen Privatambulanz. Alle notwendigen Laboruntersuchungen können in der Inneren Abteilung der Habichtswaldklinik oder der Naturheilkundlichen Privatambulanz durchgeführt werden.
Informationen über das Therapieangebot der Inneren Abteilung:
Weitere Informationen zu Krankheiten finden Sie bei der Wicker-Gruppe unter www.informationen-zu-krankheiten.de. Info-Material zur Klinik anfordern: www.wicker-gruppe.de/infomaterial-anfordern.html Die
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