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HABICHTSWALDKLINIK
Die integrative
Onkologie vereint universitäre Medizin, Unser Informationsservice zum Thema:
Prostasol Natürliche Therapie mit Prostasol® bei Prostatakrebs ?? In den vergangenen Jahren wurde vor allen Dingen von den USA ausgehend das pflanzliche Heilmittel PC - SPES für Patienten mit Prostatakarzinom vermarktet. Da in verschiedenen Lieferungen von PC-SPES andere Medikamentenbeimengungen nachgewiesen wurden, ist es vom Markt genommen worden. In den letzten Jahren ist Prostasol® - eine ähnliche Pflanzenmischung- über das Internet erhältlich. PC - SPES war ein Gemisch aus 8 Pflanzen: Chrysanthemum, Ganoderma lucidum, Panax pseudoginseng, Rabdosia rubescens, Scutellaria baicalensis, Isatis indigotica, Glycyrrhiza glabra und Saw palmetto. Sieben der in PC-SPES enthaltenen Kräuter sind traditionelle chinesische Heilmittel, der Sägepalmenextrakt (Saw palmetto) entstammt der europäischen traditionellen Heilkunde und machte ungefähr 30% des PC-SPES aus. Der zweite Hauptbestandteil war Glycyrrhia glabra (Süssholz), aus deren Wurzeln Lakritze produziert wird. Durch die östrogene Wirkung der Lakritze ist wohl die Senkung des Testosteronspiegels zu erklären, außerdem wird ein antitumoröser Effekt diskutiert. DiPaola et al (1998) konnten in vivo und in vitro bei PC-SPES aufgrund der östrogenhaltigen Bestandteilen eine Hormonaktivität feststellen. Die enthaltenen Wirkstoffe sind teilweise aufgeschlüsselt worden und es konnten unterschiedliche Wirkmechanismen nachgewiesen werden. Hierzu gehört unter anderem die starke phytoöstrogene Wirkung (ein das menschliche Östrogen nachahmender Effekt).
Interessant sind jedoch die Forschungen zu einzelnen Pflanzen in der Mischung,
insbesondere der Inhaltsstoffe der Sägezahnpalme, der Pflanze Scutellaria
baicalensis (Baikal Helmkraut) sowie des chinesischen Pilzes Ganoderma lucidum
(Glänzender Lackporling).
Für
diese Substanzen wurden neben dem
phytoöstrogenen Wirkmechanismus, der am
ehesten auf den ebenfalls enthaltenen
Süßholzwurzelextrakt zurückzuführen ist,
auch das Zellwachstum In klinischen Untersuchungen wurde gezeigt, dass sowohl hormonabhängige als auch hormonunabhängige Tumore ansprechen können. Leider genügt der Wirksamkeitsnachweis bisher nicht den wissenschaftlichen Anforderungen. Sowohl im Experiment im Reagenzglas als auch im Tierexperiment mit Prostatakarzinom-tragenden Mäusen wurde diese Wirkung bei hormonempfindlichen wie -unempfindlichen Tumoren bestätigt. Die bisher vorliegenden Veröffentlichungen über die Anwendung am Menschen sind schwierig zu beurteilen, da eine Vergleichsgruppe ohne Therapie fehlt. Außerdem wurde bei den publizierten Untersuchungen nur der Verlauf des PSA-Wertes beschrieben, es fehlen Verlaufswerte, die direkt das Tumorwachstum messen. Der PSA-Wert als Verlaufswert kann als wissenschaftlich akzeptiert angesehen werden, so dass die zum Teil beschriebenen deutlichen Abnahmen des PSA-Wertes als Indikator zu bewerten sind, dass auch gewünschte positive Effekte auf den Tumor erreicht worden sind. Eindeutig ist auch die von den Patienten angegebene Verbesserung der Lebensqualität. Patienten beschreiben zudem eine schmerzstillende Wirkung, die möglicherweise auf die antientzündlichen Inhaltsstoffe zurückzuführen ist. Die
Nebenwirkungen von
Prostasol®
ähneln einer
antiandrogenen Therapie durch die
östrogenartige Wirkung: Vergrößerung der männlichen Brustdrüse mit
Berührungsempfindlichkeit, verminderte Libido, Hitzewallungen und erektile
Dysfunktion. Auch Wadenkrämpfe, Übelkeit und
Problematisch ist, dass seit 1996 das Medikament unterschiedliche
Beimischungen von chemisch wirksamen Substanzen enthielt. Hierzu gehören das
Östrogenderivat Diethylstilbestrol, das Schmerzmittel Indomethazin sowie der Prostasol® ist keine Alternative zu einer antiandrogenen Therapie oder evtl. sinnvollen Chemotherapie. Die Einnahme sollte mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.
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