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Orthomolekulare Medizin ©  

Bitte keine Schrotschüsse oder nach dem Motto: viel hilft viel 


Orthomolekulare Medizin - Ein alltägliches Fallbeispiel 

Als ich während meiner Anamnese Frau B. nach Ihren Medikamenten frage, nennt sie mir bereitwillig ASS 100 mg, den Beta-Blocker Metoprolol 50 mg einmal täglich, den ACE-Hemmer Lisinopril 10 mg zur Blutdrucksenkung einmal täglich und die abendliche Einnahme von Simvastatin 20 mg zur Cholesterinsenkung – zweifellos eine übliche Medikation, die bei einer 65jährigen Patientin mit bekannter KHK (Koronare Herzkrankheit) und Z.n. PTCA (Zustand nach Aufdehnung) der linken Herzkranzarterie nicht besonders erstaunt. Da sie ihre Tasche nur halb geleert zu haben scheint, frage ich sie nach weiteren Medikamenten. Ja, sie nehme noch ein paar Nahrungsergänzungen ein, aber das seien doch eigentlich keine Medikamente. 

Auf dieses Missverständnis stoße ich immer wieder: Viele Menschen betrachten pflanzliche und homöopathische Heilmittel sowie Nahrungsergänzungspräparate nicht als Medikamente und verschweigen diese – teilweise ohne böse Absicht, teilweise aus Scham und Furcht vor Kritik seitens des Arztes – ihrem Behandler. Patienten ermutige ich immer wieder, mir (und auch anderen Ärzten) diese Informationen keineswegs vorzuenthalten. Ärzte ermutige ich in Fortbildungen gerade auch danach zu fragen. Ich habe schon erlebt, dass ein Patient von ihrem Arzt, der orthomolekular arbeitete, einen bestimmten Wirkstoff verschrieben bekommen hatte. Vom Heilpraktiker, den der naturheilkundlich sehr interessierte Patient ebenfalls aufgesucht hatte, bekam er den gleichen Wirkstoff, nur unter anderem Handelsnamen. Der Patient selbst nahm – sicher ist sicher – noch ein Multipräparat ein, welches den besagten Wirkstoff auch enthielt. Eine solche orthomolekulare Therapie ist dann nicht nur nicht sinnvoll, sondern auch noch teuer und kann ggf. sogar einmal schaden, was dann der generell der orthomolekularen Medizin angekreidet wird, obwohl diese – richtig angewandt – durchaus sinnvoll gewesen wäre.  

Zurück zur Herzpatientin Frau B.: Sie entleert Ihre Tasche und zum Vorschein kommen:

mehrere Präparate eines Herstellers, dessen Buch zur sicheren Vermeidung des Herztodes sie gelesen hatte, Produkte mit Gemüse- und Obstkonzentraten, die ihr von einem Bekannten empfohlen worden waren, sowie diverse Kombinations- und Einzelmittel, die ihr von einem Heilpraktiker wegen ganz anderer Krankheiten irgendwann einmal verschrieben, aber aus nicht mehr nachvollziehbaren Gründen nicht wieder abgesetzt worden waren. 

Ohne jetzt auf die Präparate im Einzelnen eingehen zu wollen: Das ist keine rationale orthomolekulare Medizin und lässt einen konservativen, der Nährstofftherapie kritisch gegenüber stehenden Schulmediziner mit Recht die Hände über den Kopf zusammenschlagen lassen und seine Vorurteile gegenüber dieser „unsinnigen und schädlichen Quacksalberei“ bestätigt wissen. 

An diesem Beispiel sehen wir also, was orthomolekulare Medizin nicht ist oder zumindest nicht sein sollte – nämlich Schrotschüsse mit zahlreichen unterschiedlichen Einzelnährstoffen und Multivitamin- und/oder Multimineralpräparaten nach dem Motto: Irgendwas wird davon schon helfen und viel hilft viel! 

Therapie mit Nährstoffen bedeutet auch nicht den reichlichen Verzehr von Lebensmitteln mit einer hohen Konzentration einzelner Nährstoffe wie zum Beispiel von reichlich Tomaten wegen des Lycopingehaltes oder von mehreren Fischmahlzeiten pro Woche wegen der Omega-3-Fettsäuren. Auch wenn solche diätetischen Maßnahmen eine Therapie mit Orthomolekulare r Medizin ergänzen, ja vielleicht sogar ersetzen können, würde ich diese der Ernährungstherapie und nicht der Orthomolekulare n Medizin zurechnen.  

Auch die Einnahme von Lebensmitteln aus dem Bereich des functional food, also mit einzelnen Nährstoffen künstlich angereicherte Lebensmittel, würde noch zur Ernährungstherapie gehören, auch wenn hier schon ein Graubereich zwischen Diätetik und Orthomolekulare r Medizin besteht. 

Was also ist Orthomolekulare Medizin oder Therapie? 

Von Orthomolekulare r Medizin sprechen wir, wenn wir den gesamten Bereich der Nährstofftherapie meinen, also einschließlich der Behandlung von Risikofaktoren bzw. der Prophylaxe von Erkrankungen. Von Orthomolekularer Therapie würden wir sprechen, wenn bereits Krankheiten vorliegen, die mit dieser Therapie beeinflusst werden sollen. Orthomolekular“ bedeutet dabei die Einnahme der „richtigen“ (ortho-) Moleküle oder Substanzen. Die Definition dieser Therapierichtung stammt vom zweifachen Nobelpreisträger (Frieden und Chemie) und „Vitamin C-Papst“ Linus Pauling:  

„Orthomolekulare Medizin dient der Erhaltung guter Gesundheit wie auch der Behandlung von Krankheiten, indem die Konzentrationen körpereigener, für die Gesundheit wichtiger Substanzen verändert werden.“ 

Dies bedeutet, dass wir also körpereigene Stoffe einsetzen, um Gesundheit zu erhalten oder wiederherzustellen oder Krankheit zumindest zu lindern. 

Orthomolekulare Medizin - Welche Substanzen werden dabei eingesetzt? 

In erster Linie kommen natürlich Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente zum Einsatz. Sicher mehr als 90 % der Verordnungen in der Orthomolekulare n Medizin werden mit diesen drei Substanzklassen abgedeckt. Der Vollständigkeit halber sollen aber auch die etwas seltener eingesetzten Therapieoptionen erwähnt werden:

Substanzklasse Beispiel  mögliche Indikation
Vitamin Folsäure Vorbeugung von Missbildungen
Mineralstoff Magnesium Wadenkrampf
Spurenelement Selen Krebsvorbeugung
Vitaminähnliche Q10  Q10-Mangel durch Statintherapie
Substanzen     (Cholesterinsenker)
Enzym Trypsin Pankreasinsuffizienz
Aminosäure Tryptophan leichte Depression
Fettsäure Omega-3-Fettsäuren Prophylaxe des plötzlichen Herztodes
Hormon  Melatonin Schlafstörung

Die Therapie mit Hormonen ist dabei sicher der umstrittenste Bereich. Während in den USA und einigen anderen Ländern zahlreiche Hormone als Nahrungsergänzungsmittel frei verkäuflich und teilweise im Supermarkt erhältlich sind, gibt es in Deutschland für viele der in den USA flächendeckend in der Selbstverordnung genommenen Präparate keine Zulassung. Sie sind daher oft nur (illegal) im Internet zu bestellen. Ein Arzt kann solche Substanzen auch auf Privatrezept über internationale Apotheke legal verschreiben. Nur wenige kennen sich damit aber aus. Viele scheuen auch die rechtlichen Risiken, da bei einer solchen Verordnung das Haftungsrisiko allein beim Verordner liegt. Ein Arzt sollte damit auch nur dann arbeiten, wenn er entsprechende orthomolekulare Fortbildungen besucht hat und in der Materie wirklich gut bewandert ist. 

Der Patient selbst sollte sich Hormonpräparate hingegen niemals selbst besorgen. Abgesehen davon, dass er damit formal eine Straftat begeht (unerlaubter Import eines nicht zugelassenen Arzneimittels) kann er die Quelle und deren Qualität nicht beurteilen. Im besten Fall ist er auf ein fake (Scheinprodukt, im Internet weit verbreitet) hineingefallen. Im schlimmsten Fall ist nicht nur das Hormon, welches auf der Packung steht, nicht enthalten, sondern ein ganz anderes oder eine ganz andere Dosierung. Die wichtigsten Hormone, die in der Orthomolekulare n Medizin (in den USA bzw. in Deutschland von erfahrenen Verordnern) zum Einsatz kommen, sind Melatonin, DHEA und die Serotoninvorstufe 5HTP.  

Definitionsgemäß würden aber auch alle anderen Hormone unter die Orthomolekulare Medizin fallen, beispielsweise Insulin beim Diabetes oder Östrogen/Progesteron zur Linderung von klimakterischen Beschwerden. Nur wenige konventionelle Ärzte würden solche Therapien aber als orthomolekular ansehen und viele orthomolekulare Ärzte würden sich weigern, diese Präparate einzusetzen oder als orthomolekular zu bezeichnen. 

Aus Platzgründen wollen wir uns auf die bedeutendsten Substanzklassen beschränken – nämlich alle Vitamine, die wichtigsten vitaminähnlichen Substanzen, die drei „großen“ Mineralstoffe, die wichtigsten Spurenelemente, die wichtigsten Fettsäuren und eine in Deutschland zugelassene Aminosäure. 

Orthomolekulare Medizin - Auch „Schulmediziner“ arbeiten orthomolekular 

Trotzdem gibt es Bereiche, wo es keinen Zweifel besteht, dass innerhalb der anerkannten und gelehrten „Schulmedizin“ orthomolekular therapiert wird oder Nährstoffe gezielt zur Prophylaxe schwerwiegender Erkrankungen eingesetzt wird. Beispiele: 

Eisen Anämie
Vitamin B12 Perniziosa, Z.n. Magen- oder Ileumresektion
Jod Strumaprophylaxe
Kalzium Allergische Reaktionen, Osteoporose
Vitamin D Osteoporose, Rachitisprophylaxe
Folsäure Prophylaxe von Fehlbildungen beim Fetus
Magnesium Muskelkrämpfe, Herzrhythmusstörungen

Die Liste ließe sich noch weiter fortsetzen. Konventionelle und orthomolekulare Medizin weisen also zumindest Überschneidungen auf und müssen sich gar nicht widersprechen. Überhaupt stellen konventionelle und orthomolekulare Maßnahmen nur in den seltensten Fällen Ausschlussgründe dar, sondern ergänzen sich vielmehr gegenseitig. Beispiel: Nichts spricht dagegen, einem Patienten mit Herzrhythmusstörungen und deswegen vorordneten Beta-Blocker zusätzlich ein Omega-3-Fettsäurepräparat zu geben. 

Orthomolekulare Therapie verträgt sich auch sehr gut mit anderen Naturheilverfahren. Im Gegenteil: Mangelzustände an bestimmten Nährstoffen können sogar eine Heilblockade darstellen und verantwortlich dafür sein, dass eine Akupunktur oder eine homöopathische Therapie gar nicht richtig greifen. Werden Nährstoffmangelzustände jedoch ausgeglichen, so kann der Organismus auch andere Heilreize wieder besser annehmen. Beispiel: Etwa 30 % aller Depressionen sprechen nicht auf herkömmliche Psychopharmaka an. Besteht ein Vit. B12-Mangel und wird dieser beseitigt, so sprechen viele der vorher als Non-Responder bezeichneten Patienten doch noch auf die Antidepressiva an. 

Dies trifft auch und gerade für die Homöopathie zu, bei der ja mit „feinstofflichen“, energetischen Reizen gearbeitet wird. Viele klassische Homöopathen mögen es nicht, wenn neben ihrer Therapie noch weitere Methoden angewendet werden, da sie störende Interaktionen befürchten. Dabei wird jedoch verkannt, dass eine homöopathische und eine orthomolekulare Therapie auf völlig anderen Ebenen stattfinden – nämlich auf einer „feinstofflichen“, informationellen und auf einer „grobstofflichen“, materiellen Ebene. Dies widerspricht sich keineswegs, sondern ergänzt sich. 

Orthomolekulare Medizin - Biochemie nach Schüssler – keine Substitution im orthomolekularen Sinne 

Es gibt einen Bereich im Rahmen des weiten Feldes homöopathischer Therapie, in dem ebenfalls mit „Substitution mit Mineralstoffen“ behandelt wird – so nannte es jedenfalls ihr Begründer. Wir sprechen hier von Therapie mit den so genannten Schüssler-Salzen. Dabei werden im Sinne einer „abgekürzten homöopathischen Therapie“ indikationsbezogen Mineralverbindungen, z.B. Magnesium phosphoricum oder Calcium carbonicum, eingesetzt, was bei Patienten immer wieder zu Missverständnissen führt.  

Wenn ich einem Patienten aufgrund einer klinischen Symptomatik (z.B. Wadenkrämpfe, Herzrhythmusstörungen und/oder Obstipation) oder sogar aufgrund einer Vollblutanalyse einen Magnesiummangel attestiere, so höre ich mitunter die erstaunte Antwort: „Aber das kann doch gar nicht sein. Ich nehme seit Wochen täglich sechs Magnesiumtabletten.“ Wenn ich dann näher nachfrage, erfahre ich, dass es sich dabei um Magnesium phosphoricum D6 handelt. Es ist dann nicht immer einfach, dem Patienten zu erklären, dass das Magnesium hier in einer homöopathischen Form vorliegt. Die D6 bedeutet dabei, dass die Magnesiumverbindung auf das Millionste verdünnt (oder nach homöopathischer Diktion: potenziert) wurde. Vier Tabletten Magnesium phosphoricum wiegen 1 g. Sie enthalten daher ein Millionstel Gramm Magnesiumphosphat (wegen des Phosphatanteils in der Verbindung beträgt der reine Magnesiumanteil hiervon sogar nur einen Bruchteil). Um nur den Tagesbedarf an Magnesium zu decken, müsste man also mehrere hunderttausend Tabletten Magnesium phosphoricum D6 zu sich nehmen!  

Wenn Schüssler-Therapeuten von einer „Substitution“ sprechen, dann ist dies also keinesfalls mit einer materiellen Substitution im Sinne einer orthomolekularen Therapie zu verstehen. Es wird vielmehr postuliert, dass die Gabe solcher homöopathischen Mineralien einen Anstoß darstellen könnte, das entsprechende Mineral besser im Darm aufzunehmen und intrazellulär einzubauen. Ich möchte dies keinesfalls ausschließen, muss allerdings auch erwähnen, dass es selbst hierfür bisher keinerlei Beweise gibt. Wenn Patienten Mineralsalze nach Schüssler einnehmen, rate ich ihnen davon nicht ab, bestehe aber auch auf der Einnahme „materiell“ relevanter Dosen, wenn ein Mangel wahrscheinlich oder sogar nachgewiesen ist. Ich begründe das meinen Patienten sehr plakativ: „Wenn Sie Hunger haben, dann essen Sie ja auch ein Vollkornbrot. Ein homöopathisches Vollkornbrot D6 würde Sie ja auch nicht sättigen.“ 

Mit Schüssler-Patienten und –Therapeuten habe ich mich aufgrund meiner Ansichten bereits mehrfach in die Haare gekriegt. Daher nochmals die Zusammenfassung: Ich bin keineswegs gegen den Einsatz von Schüssler-Salzen, sondern sehe darin durchaus eine sinnvolle Ergänzung zu anderen konventionellen und naturheilkundlichen Verfahren (wenn das Mittel von der Symptomatik her passt). Man kann mit Schüssler-Salzen allein aber keinen relevanten Mangel an Nährstoffen ausgleichen! 

Orthomolekulare Medizin - Heilfasten und orthomolekulare Therapie 

Das Heilfasten nach Buchinger (oder verwandte Verfahren) erfreut sich in der Bevölkerung immer größerer Beliebtheit. Während des Fastens wird keine feste Nahrung verzehrt. Es sind lediglich Tees, Mineralwasser und eine sehr dünne Suppe erlaubt. Die Vitamin- und Mineralbilanz ist während des Fastens immer negativ, da die geringen Mengen in der „Fastennahrung“ nicht ausreichen, den Tagesbedarf zu decken. Für einige Tage kann der gesunde Organismus dies durchaus tolerieren, da der Körper über gewisse Speicher verfügt und durch Sparmechamismen der Tagesbedarf der benötigten Nährstoffe wohl etwas absinkt.  

Vor 80 Jahren, als Otto Buchinger das Heilfasten in Deutschland einführte, war möglicherweise die Nährstoffversorgung noch etwas besser als heute. Dazu kommt, dass es sich bei den Fastern nicht selten um kranke Menschen handelt, die mit dem „Heil“fasten etwas für ihre Gesundheit tun möchten. Je nach Erkrankung könnten sie daher bereits bestimmte Mangelzustände aufweisen oder bestimmte Nährstoffe könnten ihnen bei der erfolgreichen Behandlung ihrer Krankheit behilflich sein. 

Seit einigen Jahren substitutiere ich daher Vitamine und Mineralstoffe im Heilfasten großzügig, um keinen Mangel aufkommen oder einen bereits bestehenden Mangel verstärken zu lassen. Die Faster erhalten daher von mir ein Multivitaminpräparat, welches den normalen Tagesbedarf aller Vitamine deckt sowie die drei „großen“ Mineralstoffe Kalium, Kalzium und Magnesium. Weitere Nährstoffe werden ggf. nach nachgewiesenem Mangel oder nach klinischer Symptomatik verabreicht. Nach meiner Erfahrung profitieren die Faster hiervon deutlich, da Erstraktionen und Fastenkrisen wesentlich moderater auftreten. „Nebenwirkungen“ wie Kopfschmerzen, starke Erschöpfung oder moderate Unruhezustände, die im Fasten an den ersten Tagen durchaus vorkommen können, beobachte ich seitdem wesentlich seltener und wenn, dann viel schwächer ausgeprägt. 

Orthomolekulare Medizin - Fazit 

Hier noch einmal die wichtigsten „Merksätze“ für eine korrekt durchgeführte Orthomolekulare Therapie: 

  • Eine korrekt durchgeführte Orthomolekulare Therapie hat sich an der klinischen Indikation bzw. an nachgewiesenen Mangelzuständen zu orientieren.
  • Auch eine prophylaktische Gabe bei vorhandenen Risiken oder familiären Belastungen (z.B. Selen bei Krebshäufung in der Verwandtschaft) ist sinnvoll.
  • Orthomolekulare Therapie ersetzt eine vollwertige Ernährung nicht, sondern ergänzt sie. Die Grundlage der Nährstoffzufuhr muss auf jeden Fall die Ernährung mit gesunden, nährstoffreichen Lebensmitteln sein.
  • Es gibt zwei Arten der Orthomolekularen Therapie: entweder Ausgleich eines vermuteten oder tatsächlichen Mangels (Substitution, z.B. Gabe von Magnesium bei Wadenkrämpfen) oder Gabe von hohen Dosen im Sinne einer pharmakologischen Therapie (z.B. zusätzliche Gabe von Magnesium, auch wenn kein Mangel besteht, um die antiarrhythmische Wirkung von Magnesium bei Herzrhythmusstörungen auszunutzen).
  • Orthomolekulare Therapie ergänzt sich praktisch mit allen konventionellen medizinischen Maßnahmen. Bei manchen wäre sie sogar äußerst segensreich, wird aber meist vernachlässigt (z.B. Gabe von Vitamin C  und Zink postoperativ, um die Wundheilung zu verbessern und die Infektionsgefahr zu verringern, ergänzende Gabe von Magnesium und Kalium zu einer Diuretikamedikation, um das Entstehen entsprechender Mineralmangelzustände durch das Diuretikum zu verhindern).
  • Auch alle naturheilkundlichen Verfahren „vertragen“ sich in der Regel gut mit Orthomolekularer Therapie. Diese stellt oft sogar die Voraussetzung dafür dar, dass Naturheilkunde optimal wirkt.
  • Bei einigen Verfahren besteht sogar eine optimale Ergänzung, z.B. bei intensiven sportlichen Belastungen, bei denen ein erhöhter Bedarf an Nährstoffen durch vermehrten Verbrauch besteht, oder beim Heilfasten, bei dem keine ausreichende Zufuhr von Nährstoffen besteht.
  • Richtig angewandt sind durch Orthomolekulare Therapie in der Hand des erfahrenen Therapeuten praktisch keine Nebenwirkungen oder Schäden zu befürchten, sehr oft aber eine raschere Heilung oder Linderung von Beschwerden, möglicherweise sogar dramatische Erfolge zu beobachten.

Weitere Hinweise zum Thema erfahren Sie im Buch „Quickstart Nährstofftherapie“ - siehe weiter unten. Dieser Text stammt aus diesem Buch, welcher hier mit freundlicher Genehmigung des Hippokrates Verlages Stuttgart verwendet wird. 

Leichter und zeitsparender Einstieg in die Therapie mit Nährstoffen auf der Basis einer ausgewogenen Ernährung. Die wichtigsten Nährstoffe - ergänzt durch weitergehende Ernährungstipps und Empfehlungen für andere Nahrungsergänzungen. • Kapitel sind auf das Wesentliche konzentriert: alle nötigen Infos für das Verfestigen der Methode und über die wichtigsten Nährstoffe. • Lebendig und leicht verständlich dargestellt, zahlreiche Abbildungen. • Mit konkreten Therapieempfehlungen für bewährte Indikationen zum sofortigen Umsetzen. QuickStart: Für eine praxisnahe, schnelle Erweiterung des Therapie-Spektrums.

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Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit  

 © Dr. Volker Schmiedel
Chefarzt der Inneren Abteilung
FA für Physikalische und Rehabilitative Medizin
Naturheilverfahren, Homöopathie
Dozent für Biologische Medizin (Univ. Mailand).

Animationen animierte Augen

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