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Herzschwäche naturheilkundlich behandelt ©
Eine Fallbeschreibung


Ursachen, Symptome, Diagnostik und Behandlungswege - schulmedizinisch und naturheilkundlich -  lesen Sie hier:
www.schilddruesen-erkrankung.de/herzschwaeche

Hier nun unsere Fallbeschreibung: Walter Sperling (Name vom Autor geändert) ist ein Herzpatient in den Siebzigern. Bei ihm liegt eine koronare Herzkrankheit vor, die seit mehreren Jahren bekannt ist und trotz - nach konventioneller Lehrmeinung - optimaler und ausgereizter Therapie rapide fortschreitet. Er hatte bereits zwei Herzinfarkte, die verengten Stellen der Herzkranzgefäße waren zweimal durch Bypass-Operationen überbrückt worden. Es waren aber erneute Einengungen sogar in den Bypässen aufgetreten, die zweimal durch PTCA (Ballonaufdehnung) beseitigt worden waren.

Die Pumpfunktion war mäßig eingeschränkt, die Auswurffraktion betrug 45 % (normal ist über 60 %)Die Herzsituation wurde aber noch obendrein dadurch verschlechtert, dass sowohl die Mitralklappe als auch die Aortenklappe Undichtigkeiten aufwiesen, weshalb einiges vom gepumpten Blut doppelt bewegt werden musste. Seine Herzmedikamente, die die Herzkranzgefäße erweitern, die Gerinnung hemmen, das Herz entlasten, den Blutdruck und die Blutfette senken sollten, nahm Herr Sperling regelmäßig und zuverlässig ein.

Herzschwäche - Jährlich einmal nahe am Ertrinken

Trotzdem kam es infolge der Herzschwäche (www.1herzinsuffizienz.de) durch die Herzinfarkte und die undichten Klappen seit einigen Jahren etwa einmal pro Jahr zu einem akuten Lungenödem. Dabei schaffte es das schwache Herz nicht mehr, ausreichend Blut in den Körperkreislauf zu pumpen, so dass es sich in die Lunge zurück staut. Dort sammelt sich Wasser an, das so genannte Lungenödem. Unbehandelt führt eine solche Herzschwäche zu einem qualvollen Ertrinken des Patienten. Durch rechtzeitige intensivmedizinische Maßnahmen im Akutkrankenhaus konnte Herr Sperling bisher zwar immer geholfen werden, aber er war verständlicherweise sehr besorgt und suchte nach naturheilkundlicher Unterstützung, um solche bedrohlichen Zustände abwenden zu können.

Herzschwäche - Antioxidantien verlangsamen die Arterioskkerose

Ich verschrieb ihm zusätzlich zu seinen Herzmedikamenten die Vitamine E (400 mg)  und C (2-3 g)  sowie Selen (100 µg) als Antioxidantien, um das Fortschreiten der koronaren Herzkrankheit und die dadurch bedingte Herzschwäche aufzuhalten oder zumindest zu verzögern. Es ist heute bekannt, dass sich nicht das Cholesterin an die Gefäßwände ablagert und zu Einengungen und Infarkten führt, sondern das LDL-Cholesterin. Es ist aber auch nicht das LDL-Cholesterin, welches für Arteriosklerose verantwortlich ist, sondern das oxidierte LDL-Cholesterin. Das oxidierte LDL ist sozusagen das ranzig gewordene Fett im Blut. Gelingt es uns, diesen Prozess der Oxidation zu beeinflussen, so haben wir einen wesentlichen Beitrag zur Vermeidung von Arterioskkerose geleistet. Natürlich sollte man alle antioxidativ wirkenden Vitamine und Mineralstoffe bevorzugt durch die Nahrung in großer Menge aufnehmen. Viele Lebensmittel enthalten darüber hinaus noch so genannte sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe mit antioxidativer Potenz (z. B. Flavonoide und Phenole in Rotwein oder Grüntee). Bei Hochrisikopersonen wie bei Herrn Sperling reicht mir die Zufuhr über die Nahrung allerdings nicht aus: Hier möchte ich zur Sicherheit "Mega-Dosen" einsetzen, um die Gefährdung soweit wie irgend möglich zu minimieren.

Herzschwäche - Ubichinon verbessert die Energieversorgung des Herzmuskels

Wegen der Herzschwäche erhielt Walter Sperling außerdem die vitaminähnliche Substanz Ubichinon Q10. Untersuchungen haben ergeben, dass Muskeln und insbesondere der Herzmuskel reich an Q10 ist, welches an der für die Muskeltätigkeit entscheidenden Energiebereitstellung beteiligt ist. Darüber hinaus hat es auch noch eine antioxidative Wirkung. Im Alter nimmt der Gehalt der Herzmuskeln an Q10 natürlicherweise ab. Geschwächte Herzen weisen besonders niedrige Gehalte an Q10 auf. Darum erscheint eine Substitution bei Herzschwäche sinnvoll, wobei dann allerdings eine hohe Dosierung gewählt werden sollte - im Falle von Herrn Sperling waren dies 100 mg (alle Dosierungen verstehen sich täglich). Patienten mit Cholesterinsynthesehemmern gelangen besonders leicht in einen Q10-Mangel. Die so genannten Statine (die auf dem Beipackzettel angegeben Substanz endet mit "-statin") behindern nämlich nicht nur die körpereigene Cholesterin-, sondern auch die Q10-Bildung. Das gefährliche Cholesterin erscheint weniger im Blut, das nützliche Q10 aber leider auch.

Herzschwäche - Nie mehr im Krankenhaus!

Seit drei Jahren geht Herr Sperling regelmäßig wegen seiner Herzschwäche zu den kardiologischen Untersuchungen (was er vorher auch getan hat) und holt sich parallel dazu naturheilkundliche Tipps. Dabei schreibe ich ihm dann auch Rezepte über seine Nahrungsergänzungen und erläutere ihm die Befunde des Kardiologen, der sich für diese Beratungstätigkeit nicht soviel Zeit nimmt, wie sie sich der Patient wünscht. In seinem besonders schweren Krankheitsfall übernimmt sogar die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für diese Präparate, was bei Nahrungsergänzungen ja eher ungewöhnlich ist.

Ein weiterer Tipp, den Herr Sperling gewissenhaft befolgt: Er stellt sich täglich auf eine Waage mit 100 g-Anzeige. Normalerweise rate ich nicht zu einer zu engmaschigen, ja zwanghaften Gewichtskontrolle. Ich meine, dass einmal Wiegen in der Woche ausreicht, um Diät-"Sünden"   (www.1-uebergewicht.de) erkennen und korrigieren zu können. Gefährdete Menschen mit einer Herzschwäche sollten jedoch täglich morgens vor dem Frühstück ihr Gewicht bis auf 100 g genau messen und in eine Liste eintragen. Das Gewicht kann natürlich von Tag zu Tag um einige hundert Gramm schwanken. Registriert ein Patient mit einer Herzschwäche aber über mehrere Tage hinweg eine kontinuierliche Gewichtszunahme, die durch das Essen nicht erklärlich erscheint, so gilt Alarmstufe Rot! Das Herz gerät dann möglicherweise langsam in ein Pumpversagen. Dieses gilt es zu erkennen und zu beseitigen, bevor Symptome wie etwa Luftnot auftreten. Eine sofortige Vorstellung beim Arzt ist dann unerlässlich.

Herr Sperling fühlt sich mit dieser kombinierten Behandlung aus Schulmedizin und Naturheilkunde subjektiv sehr wohl. Seine Leistungsfähigkeit hat nicht ab-, sondern eher sogar zugenommen und das Wichtigste: Seit drei Jahren hat Walter Sperling kein Krankenhaus mehr von innen gesehen!

 © Dr. Volker Schmiedel
Chefarzt der Inneren Abteilung
FA für Physikalische und Rehabilitative Medizin
Naturheilverfahren, Homöopathie
Dozent für Biologische Medizin (Univ. Mailand).

Animationen animierte Augen

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Volker Schmiedel

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Dieser Artikel erschien in der Zeitschrift "Der Naturarzt". Wir danken dem Access-Verlag für die freundliche Genehmigung zum Abdruck. www.naturarzt-access.de

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Aktualisiert: Juni 2010

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