Unser
Bindegewebe
Die Haut gilt als Spiegel der Seele. Selbst wenn man unsere Körperhülle nicht ganz so poetisch beurteilt: Sie zeigt uns und anderen, wie wir uns fühlen, wie gut wir mit unserer Gesundheit umgehen und ob wir sie pfleglich behandeln. Zwar wollen uns die Medien glaubhaft machen, dass zarte Babyhaut noch mit 60 normal ist, doch naturgemäß zeigt Haut nach dem 30. Lebensjahr erste Alterserscheinungen: Die Hautzellen regenerieren langsamer, das Unterhautfettgewebe wird dünner, das Bindegewebe nimmt nach der 100 000sten Bewegung nicht mehr seine ursprüngliche Form ein – erste Fältchen entstehen. Sie können den natürlichen Alterungsprozess zwar nicht aufhalten, aber verlangsamen.
Schön und jung wie die Venus von Boticelli – wer möchte das nicht sein? Schwaches Bindegewebe stärken Bei Menschen, die bis ins hohe Alter eine recht straffe Haut und einen durchtrainierten Körper haben, glaubt man lieber an Nachhilfe durch Chirurgen oder eine Laune der Natur – aber so ganz stimmt das nicht: Mit Ausdauer und konsequenter Lebensführung könnte wohl jeder von uns Bindegewebe und damit die Körperstruktur in Form bringen. Doch leider
steht vor dem Erfolg mit einer sichtbar strafferen Körpertextur der
„Schweinehund“, den es zu überwinden gilt.
Bewegungsmangel,
Bindegewebe - Klassische Hilfsmittel Den Körper entschlacken und straffende Hautcremes benutzen – beides hilft in Maßen, ist aber oft nicht ausreichend. Fazit Nur konsequente Mitarbeit wird mit einem sichtbar strafferen Bindegewebe belohnt – haben Sie da bisher genügend Ausdauer gezeigt? Das hilft Ihnen - Grundsätzliche Pflege Leider
fordern die Problemzonen, an denen das Bindegewebe am ehesten schwächelt, Ihre
langjährige Ausdauer – und zwar in mehreren Lebensbereichen: Gesunde
Wasser – die Grundlage der Hautpflege- Wasseranwendungen Mit Bürstenmassagen, Wechselduschen oder kalten Beingüssen (an den Füßen beginnen und bis zu den Knien/Oberschenkel fortführen) fördern Sie die Durchblutung Ihres Bindegewebes – so werden Stoffwechselendprodukte (Schlacken) besser abtransportiert, die Haut wird rosiger, das Gewebe gestrafft. Alternativ buchen Sie 2-mal wöchentlich eine professionelle Wasserstrahlmassage in einer Physiopraxis: Der Wasserdruck massiert Ihr Bindegewebe kräftig. - Hilfe aus der Natur Cremes mit
Zypresse, Salbei und Wacholder fördern die Durchblutung, auch Algenpräparate
helfen Ihnen. Bevor Sie aber teure Cremes kaufen: Es wird noch diskutiert, ob
der positive Effekt wirklich auf den Inhaltsstoffen und nicht auf dem „Mehr“ an
Pflege und Massage beruht. Zusätzlich unterstützen Sie Ihren Stoffwechsel beim
Ausscheiden von Giftstoffen mit einem täglichen Tee aus Zinnkraut oder
Brennnessel, Birke oder Mate – probieren Sie, welche Sorte Ihnen am besten
schmeckt oder wechseln
- Gesunde Düfte Alle zitrushaltigen Öle wie Lemongras, Limette, Zitrone, Orange oder Grapefruit fördern die Durchblutung und straffen die Haut. Geranium, Oregano, Kreuzkümmel und Zypresse straffen und entschlacken. Nehmen Sie dann am besten zwei Sorten, die Sie im Wechsel einsetzen. Fügen Sie jeweils 2–3 Trpf. zu Ihrer täglichen Hautpflege dazu. - Bewusst essen Essen Sie
fettarm und vollwertig; nehmen Sie viel basische Lebensmittel zu sich – so
werden die Giftstoffe aus Ihrem Körper besser abtransportiert. Mit dieser
Fahrradfahren stärkt nicht nur Herz, Lunge und Muskeln, sondern
hilft auch dem Bindegewebe- Mehr Bewegung Mit Ausdauersportarten wie Radfahren, Schwimmen oder Wandern bleibt Ihr Bindegewebe elastisch – am besten an frischer Luft, so wird Ihre Haut gut durchblutet; daneben ist eine gezielte Gymnastik für Bauch, Beine, Po (an jeder Volkshochschule) geeignet. Lernen Sie Qigong – die aus dem Kampfsport entlehnten Übungen entspannen, fördern Körpergefühl und Körperspannung. - Druckpunkte massieren Massieren Sie das innere Ende Ihrer Kniegelenksfalten – dort liegt der Druckpunkt Leber 8, der das Bindegewebe unterstützt. Silicea D12 unterstützt Ihr Bindegewebe, Apis D12 hilft bei Schwellungen der Haut. Wenn Ihr Körpergewicht trotz Diät nicht abnimmt und Sie zu Schilddrüsenproblemen neigen, probieren Sie Fucus vesiculosus D12. - Schüßler-Salze Nehmen Sie über den Tag verteilt 20 Tbl. Nr.1, 7 Tbl. Nr.2, 10 Tbl. Nr.4, 10–20 Tbl. Nr.9, 20 Tbl. Nr.11, 10–30 Tbl. Nr.12, 10 Tbl. Nr.19 (Cuprum arsenicosum) und 7 Tbl. Nr.23 (Natrium bicarbonicum). Wenn Ihnen diese Tablettenmenge dauerhaft zu viel ist, nehmen Sie wenigstens Nr.1, Nr.4 und Nr.11.
Das aktive Programm Suchen Sie einen Heilpraktiker oder Arzt, der ausleitende Verfahren einsetzt und lassen sie eine petechiale Saugmassage nach Zöbelein oder eine Schröpfkopfmassage durchführen. Das Schröpfen fördert die Entgiftung und zeigt, wie der Bindegewebestoffwechsel arbeitet. Regelmäßige Schröpfmassagen kurbeln den Stoffwechsel der Haut und des Unterhautfettgewebes an.
Nehmen Sie ein Bad mit Honig oder Sahne, in das Sie einige Tropfen Zimt-, Pinien-, Efeu- oder Rosmarinöl geben; massieren Sie sich gegen Ende der Badezeit mit einem Luffa-Handschuh. Alternativ kaufen Sie in der Apotheke ein Basenbad, in dem Sie 20 min baden.
Bitten Sie Ihren Partner, dass er Ihnen den Rücken, die Arme und die Beine massiert. Benutzen Sie dafür Cremes mit entwässernden Substanzen aus Birke, Efeu, Rosskastanie oder Rosmarin.
Massagen sind
nicht nur angenehm, sondern entschlacken auch Haut und Bindegewebe Drohende Folgen - Zellulite (Orangenhaut) Bei Frauen werden gespeicherte Nährstoffe in Fettzellen eingelagert, die anders als bei Männern (dort sind sie stärker im Körperinneren vertreten) im Unterhautfettgewebe liegen. Das Bindegewebe, das dort für die Straffheit der Haut und die Elastizität der darunter liegenden Schichten verantwortlich ist, muss also jedes Gramm Übergewicht auffangen und in seinen Fasern halten. Mit zunehmendem Alter gerät dieses Gebilde leichter aus den Fugen: Die Haut bildet unter Druck Dellen, die Fettzellen erscheinen in Klumpen zusammengelagert zu sein. Die weiblichen Hormone begünstigen diesen Vorgang, da sie z. B. während einer Schwangerschaft das Bindegewebe absichtlich lockern, um den Platzanforderungen gerecht zu werden. Die Hautveränderungen treten hauptsächlich an Oberarmen und -schenkeln, Po und Bauch auf, zeigen sich erst beim Zusammendrücken der Haut, später sind sie immer vorhanden – es sei denn, Sie werden rechtzeitig aktiv. Blutergüsse bei schwachem Bindegewebe Wie schnell man sich einen Bluterguss zuzieht, hängt stark mit dem Unterhautfett- und Bindegewebe zusammen. Bei schwachem Bindegewebe führt oft schon ein kleiner Zusammenstoß mit einer Kante zu einem unschönen blauen Fleck. Unterstützen Sie Ihren Körper dabei, diese Blutansammlungen abzubauen. Hilfe aus der Natur Legen Sie schnellstmöglich und mehrfach täglich einen Umschlag mit Arnika- oder Beinwellsalbe auf den Bluterguss, auch Wirkstoffe des Kriechenden Günsels helfen. Schüßler-Salze Nehmen Sie täglich Nr.3 (10 Tbl.), Nr.9 (10 Tbl.), Nr.11 (20–30 Tbl.) oder Nr.12 (10 Tbl.).
Dieser Artikel stammt aus meinem neuen Buch "Natürlich gesund" und wird hier mit freundlicher Genehmigung der MVS Medizinverlage Stuttgart, Haug Sachbuch abgedruckt http://www.haug-gesundheit.de
Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten stehe ich Ihnen im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in der naturkundlichen Privatambulanz. Alle notwendigen Laboruntersuchungen können in der Inneren Abteilung der Habichtswaldklinik oder der Naturheilkundlichen Privatambulanz durchgeführt werden.
Informationen über das Therapieangebot der Inneren Abteilung:
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