Alternative
Hormontherapie
Teil 2 - Alternativen zur
Die
Das Klimakterium (Wechseljahre) bezeichnet den Übergang von der Geschlechtsreife in das Senium (Alter). Während früher Frauen nach den Wechseljahren tatsächlich oft bereits senil wirkten, ist dies heute meist nicht mehr der Fall.
Die periodisch etwa alle
vier Wochen ablaufenden hormonellen Veränderungen der Frau mit den
physiologischen Prozessen Ovulation (Eisprung) und Menstruation (Monatsblutung)
werden unregelmäßiger und bleiben schließlich ganz aus. Diese Umstellungsphase
kann (muss aber nicht) von zahlreichen vegetativen Beschwerden begleitet sein:
Hitzewallungen, Schweißausbrüchen,
Herzjagen,
Erstaunlich ist dabei, dass viele Frauen keine oder nur geringe Beschwerden angeben, manche aber unter den Beschwerden so stark leiden, dass sie deswegen therapeutische Hilfe aufsuchen. In den Wechseljahren ändert sich häufig nicht nur die hormonelle Situation: Die Kinder verlassen das Haus, es gibt Konflikte mit den heranwachsenden oder erwachsenen Kindern; die eigenen Eltern werden hilfe- oder pflegebedürftig oder sterben sogar; der Partner befindet sich in dieser Zeit oft auf dem Höhepunkt seiner beruflichen Laufbahn, hat vielleicht wenig Zeit für die Nöte seiner Frau oder wird in dieser Zeit arbeitslos, erwerbsunfähig bzw. berentet und muss von der Frau dann noch „mit versorgt“ werden. Alternative Hormontherapie - Bringen Sie Ordnung in Ihr Leben! Diese Belastungssituationen können die Frau im Klimakterium derart überfordern, dass sie sich unbewusst in Krankheitssymptome „flüchtet“. Wechseljahrsbeschwerden können bei solchen psychischen Belastungen entstehen oder verstärkt wahrgenommen werden. Auffällig ist, dass Frauen aus höheren sozialen Schichten, mit höherem Bildungsstand und mit vielfältigeren Interessen im Durchschnitt geringere Wechseljahrsbeschwerden angeben. Hier existieren offensichtlich bessere Verarbeitungsstrategien bei Problemen. Möglicherweise schaffen diese Frauen sich durch eigene Aktivität (z. B. in Vereinen, Selbsthilfeorganisationen, Parteien oder an der Volkshochschule) sinnvolle Aufgaben, die sie fordern und die ihnen Befriedigung verschaffen. Von ganz entscheidender Bedeutung ist die eigene Einstellung zum Altern und den damit verbundenen Veränderungen. Sehe ich die notwendige Loslösung der Kinder vom Elternhaus als Belastung, als unwiederbringlichen Verlust an oder sehe ich darin gerade eine Chance für mich: kann ich endlich all die Pläne in Angriff nehmen, die ich schon immer umsetzen wollte? Natürlich soll nicht alles in die „Psychokiste“ geschoben werden. Es gibt noch andere Ursachen klimakterischer Beschwerden. Die hier angesprochenen psychosomatischen Aspekte sind aber auf jeden Fall zu bedenken, bevor der Rezeptblock gezückt wird. Seit mehr als 40 Jahren werden Extrakte der Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) in der naturheilkundlichen Behandlung klimakterischer Beschwerden eingesetzt. Die guten erfahrungsheilkundlichen Erfolge haben sich mittlerweile durch wissenschaftliche Studien bestätigt. So führt eine Therapie mit Cimicifuga bereits nach wenigen Wochen bei mehr als 80% der Frauen zu einer deutlichen Verminderung der Symptome. Alternative Hormontherapie - Traubensilberkerze: geprüft und bestätigt ![]()
Man nimmt an, dass Cimicifuga einen östrogenartigen Effekt auf die östrogenempfindlichen Gewebe ausübt. Daher lag aber auch die Befürchtung nahe, dass dadurch – ebenso wie bei den Östrogenen – auch das Risiko für Brust- und Gebärmutterkrebs ansteigen könnte. Diese Befürchtung hat sich nicht bestätigt. In Tumorzellversuchen konnte sogar eine Hemmung der Proliferation (Gewebewucherung) dieser Zellen beobachtet werden. Heute geht man davon aus, dass Cimicifuga ein sog. Phyto-SERM ist. SERM steht dabei für „Selektiver Estrogen- (deutsch: Östrogen) Rezeptor-Modulator“. Dies bedeutet, dass auf Gewebe wie Herz, Nervensystem oder Knochen positive östrogenartige Effekte ausgeübt werden, jedoch nicht auf Brust- und Gebärmuttergewebe, wo Östrogene zu Krebs führen können. Darüber hinaus wurden mittlerweile noch dopaminartige Effekte nachgewiesen. Dopamin ist ein Botenstoff des Nervensystems, was einige der günstigen Wirkungen auf das Befinden erklären könnte. Beispiele für Traubensilberkerzenpräparate sind: Remifemin® Lösung oder Tabletten (mit diesem Präparat wurden die meisten Studien durchgeführt), Jinda® Tabletten oder Femikliman® uno. Wichtig ist, dass pflanzliche Präparate ausreichend dosiert werden. Bei Cimicifuga liegt die therapeutische Dosis bei 40 mg täglich. Vergleicht man Frauen in den Wechseljahren in verschiedenen Regionen der Welt, stellt man fest, dass Asiatinnen – im Vergleich mit Frauen in westlichen Industrienationen – nur etwa 10-30% der Wechseljahrsbeschwerden angeben. Wenn Japanerinnen aber nach Amerika auswandern und die dortige Lebensweise annehmen, entwickeln sie dieselben Beschwerden wie die Amerikanerinnen.
Auf der Suche nach
Paradox mutet es an, wenn die Wissenschaft behauptet, dass diese Phytoöstrogene sowohl östrogenartig als auch antiöstrogenartig wirken. Wie ist dieser Widerspruch zu erklären? Wenn gleichzeitig hohe Spiegel von Phytoöstrogene und körpereigene (von den weiblichen Eierstöcken produzierte Östrogene) vorhanden sind, konkurrieren beide Sorten um die Östrogenrezeptoren, also die Bindungsstellen dieser Hormone im Gewebe. Viele dieser Rezeptoren werden dann von den nur schwach wirksamen Phytoöstrogenen besetzt, so dass die stärkeren Östrogene nicht zum Zuge kommen. Es resultiert also eine relative antiöstrogenartige Wirkung der Phytoöstrogene. Darauf wird die deutlich verringerte Brustkrebsrate von japanischen Frauen (nur etwa 1/5 im Vergleich zu Europäerinnen) zurückgeführt. Wenn dagegen die körpereigene Östrogenproduktion versiegt, können nur noch die Phytoöstrogene an die Rezeptoren andocken und dort eine schwache Östrogenwirkung entfalten, die nicht vorhanden wäre, wenn keine Phytoöstrogene mit der Nahrung aufgenommen würden. Mit dem Rückgang der körpereigenen Östrogenproduktion wirken Phytoöstrogene also pro-östrogen. Dies erklärt die deutlich weniger auftretenden Wechseljahrsbeschwerden bei Asiatinnen. Alternative Hormontherapie - Kann man Hitzewallungen mit Soja „wegessen“? Worin sind Phytoöstrogene enthalten? Die Hauptquelle sind Sojaprodukte, in deutlich geringerem Maß sind sie auch in Sesam, Leinsamen, Weizen- und Roggenvollkornprodukten enthalten. Eine Nahrung, die reich an diesen Substanzen ist, vermag durchaus vor Wechseljahresbeschwerden zu schützen. Die Mengen an Phytoöstrogenen, wie sie Japaner aufnehmen, können mit einer westlichen Kost aber kaum realisiert werden, wenn nicht täglich größere Mengen an Sojaprodukten verzehrt werden. Deswegen gibt es inzwischen zahlreiche Nahrungsergänzungspräparate auf dem Markt, die Sojaisoflavone enthalten. Sie sind durchaus in der Lage, Wechseljahrsbeschwerden zu lindern, wenn sie in einer entsprechenden Dosis (etwa 40-80 mg Isoflavone täglich) eingenommen werden. Die Symptome werden dabei um 40-45% reduziert, während Placebo nur zu einer Minderung von 20-25% führt. Ob Phytoöstrogene ein Brustkrebsrisiko darstellen, ist bisher unklar und umstritten. Einige Wissenschaftler vermuten, dass Phytoöstrogene in einem östrogenreichen Milieu (also vor den Wechseljahren) aufgrund ihrer relativen anti-östrogenartigen Wirkung vor Brustkrebs schützen, in einer relativ östrogenarmen Umgebung (also nach den Wechseljahren) aufgrund ihrer pro-östrogenartigen Wirkung evtl. sogar schaden könnten. Darauf deuten Studien hin, die zeigen, dass Frauen vor der Menopause umso weniger an Brustkrebs erkranken, je höher ihr Sojakonsum ist. Für die Zeit nach den Wechseljahren konnte dieser schützende Effekt nicht nachgewiesen werden. Zumindest bei Frauen mit Brustkrebs (östrogenrezeptorpositiv) würde man daher aus Sicherheitsgründen von der Zufuhr von Phytoöstrogenen (Nahrungsergänzungen, große Mengen von Soja) abraten.
Auch „klassische“
Nahrungsergänzungsmittel (Vitamine, Mineralien) können bei
Wechseljahrsbeschwerden helfen. In einigen Untersuchungen konnte durch
Bestehen
Bleiben wir bei den
Hormonen: die Östrogenvorstufe
Alternative Hormontherapie - Erfolgversprechende homöopathische Mittel
In der
Acidum sulfuricum D6 3x1 oder D12 1 Tbl. tgl.: Hitzewallungen, Erschöpfung nach Schweißausbruch, kalter, saurer, klebriger Schweiß, berührungsempfindlich, reizbar, ungeduldig, feucht-kaltes Wetter verschlechtert, Wärme bessert. Aristolochia D12 (1 Tbl. tgl.): frostig, Nachtweiß, stechende, reißende Gelenkschmerzen, gedrückte Stimmung, weinerlich, Bewegung, frische Luft, wieder einsetzende Menstruation bessern.
Cimicifuga racemosa
D3, D4 oder D6 (3x1 Tbl. tgl.): depressiv, verzweifelt, mitunter hysterisch,
unruhig, häufiger Wechsel zwischen körperlichen und seelischen Symptomen,
Lachesis D6 (3x1 Tbl. tgl.): Hitzewallungen mit Schweißausbruch und Beklemmungsgefühl, „Kloß im Hals“, redselig, depressiv, eifersüchtig, enge Kleidung wird nicht vertragen, Schlaf oder Wärme verschlechtern, Bewegung bessert. Sepia D3, D4 oder D6 (3x1 Tbl. tgl.): Depression und Hitzewallungen, Gebärmutter drängt nach unten, heißer Kopf und kalte Füße, morgens ist alles schlimmer, stickige Zimmerluft verschlechtert, Anwesenheit vieler Menschen verschlechtert, Bewegung oder frische Luft bessern. Sulfur D4 oder D6 (3x1 Tbl. tgl.) oder D12 (1 Tbl. tgl.): Hitzewallungen mit trockener Hitze, durstig, später übel riechende Schweiße, Hautbrennen, muss sich nachts aufdecken oder Füße aus dem Bett strecken, Schlaf gestört, depressiv, vergesslich, flauer Magen um 11.00 Uhr morgens, nachts schlechter, Bettwärme verschlechtert, Nässe oder Kälte verschlechtern, Wärme oder trockenes Wetter verbessern. Manchmal ist es aufgrund der Symptomatik nicht ganz einfach, das genau passende homöopathische Einzelmittel zu finden. Dann kann ein homöopathisches Komplexmittel mit einer Kombination bewährter Mittel weiterhelfen. In Frage komme dabei Cefakliman®, Bomaklim Complex®, Klimakto-Heel®.
Alternative Hormontherapie -
Reflexzonenmassage und
Von den zahlreichen weiteren Methoden, die in Frage kommen, sollen hier nur drei kurz erwähnt werden: Fußreflexzonenmassage nicht nur der entsprechenden gynäkologischen und endokrinologischen (Drüsen)-Zonen kann eine gute lindernde Wirkung haben. Neuraltherapeutisch haben sich Injektionen an die Schilddrüse und/oder den gynäkologischen Raum zur Verbesserung des subjektiven Wohlbefindens bewährt.
Die „alten“
ausleitenden Verfahren sollte man bei
Wechseljahresbeschwerden nicht vergessen, vor allem an das Schröpfen oder das
Cantharidenpflaster in den Zonen „Genitale“, „kleines Becken“ und „ Alternative Hormontherapie - Bewährte Heilpflanzentees
Salbeitee
(Salbeiblätter): bei starkem Schwitzen
Herztee
(Weißdornblüten 30g, Maiglöckchenkraut 30g, Melissenblätter 20g, Baldrianwurzel
20g) bei Herzklopfen
Nerventee
(Melissenblätter 30g, Johanniskraut 20g, Lavendelblüten 20g,
Pommeranzenschalen 10g) bei nervöser Unruhe
Viel Erfolg bei der Behandlung!
Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten stehe ich Ihnen im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in der naturkundlichen Privatambulanz. Alle notwendigen Laboruntersuchungen können in der Inneren Abteilung der Habichtswaldklinik oder der Naturheilkundlichen Privatambulanz durchgeführt werden.
Informationen über das Therapieangebot der Inneren Abteilung:
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